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Dachau

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Die KZ-Gedenkstätte Dachau

Die 9. Klassen des BZB unternahmen am Dienstag, den 19. Juli 2011 eine Studienfahrt zur Gedenkstätte des KZ Dachau, um die unmenschlichen Taten und Grausamkeiten, welche in der NS-Diktatur verübt wurden, besser zu begreifen.

Die Geschichte des Konzentrationslagers begann bereits1933, es war das erste KZ zur Unterbringung aller Menschen, die nicht in die NS-Ideologie passten; so auch politische Gegner (Mitglieder anderer Parteien), Geistliche oder auch Homosexuelle. Erst gegen Ende des 2. Weltkrieges (1939-1945) wurden vermehrt jüdische Menschen in das KZ eingeliefert.

Die Baracken, welche zum Schlafen dienten, waren zunächst (1933-1938) für 52 Menschen vorgesehen. In ihnen gab es auch eine Stube mit Spinden, Tischen und Stühlen. Gegen Kriegsende wurden es aber so viele Häftlinge, dass mindestens 4 Menschen im ‚Sardinenprinzip' in einem Bett lagen.

Der Tagesablauf im KZ Dachau begann morgens um 4:00 mit Aufstehen. Die Tagesration von 400g Brot wurde ausgeteilt und danach hatten die Häftlinge 90 Minuten Zeit, um die Stube und die Betten bis aufs kleinste Detail herzurichten. Der morgendliche Zählappell dauerte ungefähr 1-2 Stunden, bei ihm mussten sie bei Wind und Wetter stramm stehen.

Danach ging es zum Arbeiten in die Werkstätten oder in die Munitionsfabrik. Am Abend wurde erneut gezählt. Wenn jemand geflohen war, wie z.B. am 28. Januar 1938, einem kalten Wintertag, mussten die Anderen so lange stehen bis der Geflohene gefunden wurde. In diesem Fall bis zum Mittag des nächsten Tages, d.h. eine Nacht und einen halben Tag!!

Der Tod und schreckliche Strafen waren in Dachau an der Tagesordnung. In den ersten Jahren des KZ gab es ca 5-6 Tote pro Monat, verursacht durch Krankheit, Erschöpfung, Hunger etc. Doch in den letzten Jahren starben bis zu 200 Menschen pro Tag! Die Toten wurden in den Öfen verbrannt, dann wurde die Asche in eine Urne gefüllt und mit der Nummer des Häftlings versehen. Die Gaskammer, welche in Dachau vorhanden ist, wurde wahrscheinlich nie benutzt.

Die Strafen waren wie alles in Dachau unmenschlich. Sie wurden z.B. veranlasst, wenn die Häftlinge ihr Bett ‚nicht richtig' machten, oder auch wenn die SS Geständnisse wollte. Eine beliebte Strafe war: die Hände des Gefangenen wurden hinter dem Rücken zusammengebunden, dann wurde er an den Händen in die Höhe gezogen. Daraus folgten ausgekugelte Schultern und Gelenke, gerissene Bänder und Sehnen sowie natürlich höllische Schmerzen.

Das KZ Dachau war ein ‚Vorzeige KZ'. Es wurde nach außen als ein Umerziehungslager dargestellt und die neuen SS-Offiziere wurden hier ausgebildet. Doch in Wahrheit wurden hier die ‚Feinde des Volkes' zu Nummern herabgestuft, ihrer Würde beraubt, gefoltert und dem Tode durch Erschöpfung oder Verhungern ausgesetzt.

Meiner Meinung nach war der Tag sehr interessant und vor allem informativ. Doch leider konnte ich das ‚Ausmaß der Katastrophe' doch nicht ganz wahrnehmen. Das Lager besteht nicht mehr in seinem vollen Umfang, und nicht alle Baracken wurden nachgebaut. In ihnen sind auch nicht so viele Bildtafeln, die das Leben im Lager anschaulich machen. Leider konnten wir auch nicht alles auf dem Gelände sehen, weil wir wieder zum Bus mussten.

Ich finde es wichtig, dass man solche Orte besucht und der Betroffenen gedenkt und ihnen Respekt entgegenbringt.



Magdalena Schupp, Kl.9a

Fotos von Laura Bellusci, Kl.9a

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