Bildungszentrum Bodnegg


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neuer Innenhof

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BZ Bodnegg: Schüler schaffen neuen Innenhof

WVR - Wirtschaften, Verwalten, Recht - lautet der etwas sperrige Begriff aus dem Lehrplan der Realschule für die achten Klassen. Dahinter steckt der Auftrag an jede Klasse, eine Idee zu verwirklichen. Dabei sollen die Schüler möglichst alle Arbeitsgänge selbst bestimmen, planen, organisieren und dann Wirklichkeit werden lassen. Am Bildungszentrum Bodnegg feierte die Klasse 8 c mit ihrem Klassenlehrer Dieter Scholze und den Eltern der Schüler am Dienstag voriger Woche ein Einweihungsfest der besonderen Art: Liebe Leser, erinnern Sie sich noch an den 30. April 2009, als das Gemeindeblatt davon berichtete, dass der Pavillon-Innengarten neu gestaltet würde? Ein Foto zeigte viele fleißige Schüler, die den in die Jahrezehnte gekommenen Garten um- und umgruben, als gäbe es da einen Schatz zu suchen. Im übertragenen Sinne haben die Schüler tatsächlich einen Schatz gefunden: Kameradschaft untereinander während der Arbeit, Disziplin bei der Arbeitsverteilung und die Erkenntnis, dass sie etwas aus eigenen Kräften schaffen können. Über 4000 Stunden stecken in dem WVR-Projekt: Der Garten wurde mit gärtnerischer Fantasie neu gestaltet und zeigt sich heute als ein Kleinod der Schule in Bodnegg. Das ist keine Übertreibung. Das ist Wirklichkeit. Aus der alten, verwilderten, kaum mehr pflegbaren Wildnis schufen die Schüler einen sonnendurchfluteten, gemütlichen, aber auch schattigen Innenhof, der zu vielen Festen einladen wird. Das erste Fest hat der Garten schon erlebt: das Fest der Schüler und ihrer Eltern. "Was wir hier sehen ist einfach ein tolles Stück Arbeit!" schwärmten viele Erwachsene, denen man den Stolz auf ihre Kinder anmerkte. Schulleiterin Gabriele Rückert versprach, den Garten gleich im Sommer zu nutzen, wenn das Stundenplanteam Erholung davon sucht, den Cmputer mit kompliziertem und unübersichtlichem Zahlen- und Datenwust zu füttern, damit etwas Gescheites dabei herauskommt für Schüler und Lehrer.

Der Garten hat nun drei Sitzgruppen: eine große Fläche über dem ehemaligen Fischteich ist mit einem Sonnensegel überspannt; eine lange Sitzbank beherrscht die Mitte des Gartens; eine Etage höher stehen zwei weitere Tische im Schatten der verbliebenen Bäume. In einem Eck plätschert ein Bächlein, im anderen wartet ein gemauerter Grill auf Grillwurst und Steaks. In der Mitte der "Schüler-Oase" wird im Herbst noch eine Kastanie gepflanzt, die Eltern stiften wollen.

Damit vieles gut klappte bei der Organisation, hatten die Schüler nicht nur die Gartenbegeisterung ihres Klassenlehrers genutzt. Die Werklehrer wurden ebenso um tätigen Rat gefragt wie Hausmeister Josef Pfender. Gerade ihm verdanken es die Schüler, dass sie seinem handwerklichen Geschick manches abschauen und nachahmen konnten. Der Hausmeister kommt mit seiner ruhigen und besonnenen Art gut an bei den Schülern. Das spornte ihn wiederum an und der Beobachter spürte die Freude, mit der Josef Pfender mit den Schülern ans Werk ging. Dass er seinem Kollegen Jürgen Gessler deshalb nicht immer zur Seite stand, nahm dieser wiederum mit großer Gelassenheit. Vielmehr freute sich Jürgen Gessler mit seinem Kollegen über das gelungene, neue und schöne Fleckchen, in dem er selbst "früher" dem Wuchern der Pflanzen so manchen verzweifelten Kampf lieferte. Bleibt zu hoffen, dass die "Oase" so erhalten bleibt und vielen Festen der Schüler, der Lehrer, des Elternbeirates oder des Fördervereins ihre Idylle spenden kann.

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